Jan
05
KOM
 

schneckeWenn auch langsam. Zu langsam nach Meinung vor allem der Gewerkschaften.

Aber immerhin:

Seit dem 1.1.2010 – Ihnen allen übrigens bei der Gelegenheit ganz herzlich ein frohes Neues Jahr! –
gilt ein neuer Mindestlohn für die Abfallwirtschaft. Der iGZ führt aus:

Der Mindestlohntarifvertrag enthält einen bundeseinheitlichen Mindeststundenlohn von 8,02 Euro ohne Lohngruppendifferenzierung.

Insgesamt zählen rund 160.000 Beschäftigte zur Entsorgungsbranche; von der neuen Mindestlohn-Verordnung profitieren schätzungsweise etwa 20.000 Arbeitskräfte in der Abfallwirtschaft.

Ok, das ist ein Anfang. Aber für viele andere Branchen und auch für die Zeitarbeit zieht es sich hin in Sachen Mindestlohn.

Zwar hat sie Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung die Einführung weiterer branchenspezifischer Mindestlöhne in Aussicht gestellt.

Aber – so weiter bei mindestlohn.de:

Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), bemängelte indessen die schleppende Bearbeitung bereits vorliegender Mindestlohn-Tarifverträge, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gemeinsam beschlossen worden seien. Der im Oktober vereinbarte Mindestlohn-Tarifvertrag im Gebäudereinigerhandwerk liege „seit einigen Wochen ebenso der Arbeitsministerin vor wie der Mindestlohn-Tarifvertrag des Dachdeckerhandwerks“, erklärte Wiesehügel gegenüber der Nachichtenagentur ddp. Der Gewerkschaftschef fügte hinzu: „Wir sind gespannt, aber auch langsam entsetzt, dass die Entscheidungen so lange dauern.“

Also, hoffen wir mal, dass die Poltiker sich jetzt alle in ihren neuen Sesseln zurechtgeruckelt, die Festtagsbraten verdaut und frische Kraft über die Feiertage getankt haben, damit’s auch hier zügig vorangeht.

Foto: Frank Hollenbach, pixelio

 

1 Kommentar

  • Kommentar von Meister B.
    Januar 7th, 2010 at 19:11

    Fair für den Arbeitnehmer werden diese Verhandlungen über den Mindestlohn erst dann, wenn die Zeitarbeitsunternehmen ihren Angestellten Monteuren den gleichen Lohn bezahlen den der Monteur bei einer Meisterfirma vor Ort bekommen würde.

    Alles andere ist Quatsch mit Soße!!!

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