Unternehmungen wie zum Beispiel SES: Senior Experten Service machen es seit langem für Selbstständige vor: Erfahrene, kompetente Ex-Unternehmer beraten und unterstützen mit ihrem Wissen und Können ehrenamtlich Unternehmer und Start Ups.
Jetzt hält das Modell der ehrenamtlichen Unterstützung im Berufsleben abgewandelt Einzug in andere Bereiche. Zum Beispiel ins Programm Pi-Quadrat.
Worum es i diesem Programm geht, erklärt das Hamburger Abendblatt:
Das Programm “Pi-Quadrat” oder neuerdings auch “Pi-Quadrat-Integration” ist im September 2005 als eines von 62 bundesweiten Beschäftigungspaketen des Programms “Perspektive 50plus” gestartet. Initiiert wurde das regionale Modell von der ARGE Pinneberg in Zusammenarbeit mit sieben Kooperationspartnern. Es ist in mehrere Phasen aufgeteilt, die aktuell dritte Projektphase läuft Ende 2010 aus.
Phase 1: Die Qualitäten und Fähigkeiten der am Programm teilnehmenden Arbeitslosen werden ermittelt.
Phase 2: Die Teilnehmer werden in Aufbaukursen qualifiziert und durch „durch arbeitsmarktnahe Projekte wieder an die Berufswelt herangeführt“.
Phase 3: Die Teilnehmer werden in Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelt.
Vorgestern wurden für Phase 3 zwei „Botschafter“ ernannt:
Ulrich Grobe, Geschäftsführer der Zweigstelle Elmshorn der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK), und Jürgen Pauschert, Leiter der Kreishandwerkerschaft Westholstein. Beide sind extrem gut vernetzt und werden als Multiplikatoren auftreten und Unternehmen motivieren, ältere Arbeitnehmer einzustellen.
Und wieder berichtete das Hamburger Abendblatt:
Beide werden ehrenamtlich tätig – und nehmen ihre neue Aufgabe ernst. “Unsere Wirtschaft kann es sich angesichts des demographischen Wandels immer weniger leisten, auf erfahrene ältere Fachkräfte zu verzichten”, so IHK-Geschäftsführer Grobe. Die finanziellen Integrationshilfen der ARGE könnten den Betrieben einen solchen Schritt erleichtern, ebenso wie das Angebot einer am betrieblichen Bedarf orientierten Beratung.
“Es gibt ein großes Potenzial von guten Fachkräften, wir dürfen sie nicht links liegen lassen”, so Pauschert. Er kündigte an, bei seinen Innungsbetrieben aktiv Werbung für die Einstellung von über 50-Jährigen zu machen.
Gute Sache, das Programm! Nachahmenswert. Und toller Einsatz der beiden “Botschafter”.
Welche beachtlichen Erfolge das Programm Pi-Quadrat schon erzielen konnte, ist ausführlicher im Abendblatt-Artikel nachzulesen.
Und wer sich näher über das gesamt Programm informieren möchte, kann dies zum Beispiel auf den Seiten Pi-Quadrat.org oder Pi-Quadrat GmbH tun.
Leider sind beide Sites komplett in komplett in Flash programmiert, also nicht suchmaschinenoptimiert geschweige denn auch nur annähernd barrierefrei. Da müsste man vielleicht noch mal bei. Aber das nur am Rande.
Vielleicht ist diese Bereitschaft, ehrenamtlich Arbeitslosen zu helfen, ja auch Ansporn für andere. Zum Beispiel könnte man Arbeitslosen helfen, Bewerbungen zu schreiben, damit sie auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in der Zeitarbeit Jobs finden.














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