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langenachtindustrie

Alle Fotos der Langen nacht der Industrie in Hamburg – und dann auch größer ;-) – können Sie sich auf einer extra dafür geschalteten Seite ansehen.

Nun ist sie schon wieder vorbei für dieses Jahr, die Lange Nacht der Industrie. Genau genommen waren es ja zwei lange Nächte, die eine in Hamburg, die andere in Bremen. Hier im Blog haben wir die Lange Nacht der Industrie auch angekündigt und die ausrichtende Eventagentur Prima Events war auch auf der Der Zeitarbeits-Check.de-Veranstaltung zur Qualifikation in der Zeitarbeit.

Und wie war es nun? Eine der Teilnehmerinnen erzählt:

Wer hätte das gedacht: Industrie ist spannend
Die zweite Lange Nacht der Industrie fand gestern in Hamburg statt.
Sarah Lisa Maik, 26, war dabei.

Um 17.00 Uhr gestern Abend war es soweit: Leicht fröstelnd, eher vor Aufregung als vor
Kälte, standen rund 800 Menschen am Hamburger ZOB und lauschten den Worten von
Wirtschaftssenator Axel Gedaschko. Er war als Schirmherr ebenso gekommen, um die
angemeldeten Teilnehmer der zweiten „Langen Nacht der Industrie“ in Hamburg zu
begrüßen wie auch Frank Horch, Präses der Handelskammer Hamburg, Hans-Theodor
Kutsch, Vorsitzender des IVH – INDUSTRIEVERBAND HAMBURG e.V. und Thomas
Bösenberg, Geschäftsführer von team.arbeit.hamburg. Senator Gedaschko zeigte sich nicht
nur hoch erfreut darüber, „dass diese Veranstaltung auf so viel positive Resonanz trifft“
sondern auch über die Tatsache, dass Hamburgs Beispiel inzwischen Schule macht: Nach
der Premiere in der Hansestadt im vergangenen Jahr hat in diesem Jahr bereits eine Lange
Nacht in Bremen statt gefunden, weitere Städte und Metropolregionen werden im
kommenden Jahr nachziehen.

Alle Begrüßungsredner betonten einhellig, wie wichtig und sinnvoll die Veranstaltung einer
„Langen Nacht der Industrie“ sei für Hamburg und Norddeutschland als Industriestandort.
Insbesondere sei sie aber eine große Chance auch für die Unternehmen, welche sich, ihre
Produkte und Produktionsstätten in diesem Rahmen präsentieren könnten.

Den zumeist jungen Teilnehmern (Teilnahme war erlaubt ab 14 Jahren) wünschte man einen
informativen Abend, gute Gespräche sowie viel Orientierung und Perspektive für die
Berufswahl. Denn das war es, worum es ging: Jobs in der Industrie kennen zu lernen,
Karriere-Perspektiven zu finden auf der einen, sich einem ausgewählten Bewerberkreis
präsentieren, neue Arbeitskräfte finden, auf der anderen Seite.

Hans-Theodor Kutsch, Vorsitzender des IVH – INDUSTRIEVERBAND HAMBURG e.V.
brachte es so auf den Punkt: “Hamburgs Industrie ist einer der wichtigsten
Wirtschaftsfaktoren unserer Stadt mit zirka 180.000 Arbeitsplätzen und Ausbildungschancen
für alle Schulabschlüsse.“ Industrie sei ein attraktiver Arbeitgeber. Und er machte den
Jugendlichen Mut. Es sei wichtig, Hemmungen und Gedanken wie „da brauche ich mich erst
gar nicht zu bewerben“ zu überwinden.

Um 17.15 Uhr bestiegen die Teilnehmer ihre Busse, die sie zu jeweils zwei Unternehmen
bringen sollten. 16 Hamburger Unternehmen hatten ihre Werkstore geöffnet und erwarteten ihre Besucher: Albis Plastic, Arcelor Mittal, azv Südholstein, Bode Chemie, BSN medical,
Cargill, Dasell Cabin Interiors, EON Hanse, Eurogate, Ferchau Engineering, Hamburg
Wasser, KHS Corpoplast, Lufthansa Technik, National Starch, seca Deutschland und
Vattenfall Europe.

Unsere Tour führte uns zunächst in die spannende Welt der Luftfahrt. Auf dem Gelände der
Lufthansa Technik unmittelbar neben dem Flughafen Fuhlsbüttel machte unser Bus den
ersten Stopp. Zur Begrüßung gab es eine Snacktüte für einen langen Abend und gegen
einen knurrenden Magen. Im Vortragsraum erklärte uns ein rund 20minütiger Film, was
Lufthansa Technik macht, wer die Kunden sind etc. Danach begann der Rundgang durch
die Hallen. Eine gerade in Wartung befindliche Boeing 737 konnten wir aus allernächster
Nähe betrachten. Unter dem imposanten Flieger hindurchgehen, ins Innenleben blicken.
Während des Besuchs gingen die Wartungsarbeiten weiter. Mechaniker von Lufthansa sind
rund um die Uhr vor Ort, um Maschinen zu warten oder zu reparieren, jeder noch so kleine
Arbeitsschritt wird dabei gewissenhaft dokumentiert.

In der Jumbohalle erwarteten uns zwei der Mega-Jets. Einer davon ein VIP-Flieger, streng
bewacht und mit luxuriösester Ausstattung. So etwas sieht man auch nicht alle Tage!
Zum Abschluss des Besuches bei Lufthansa Technik wurden wir noch mit Informationen
versorgt, wo und auf welche Art man sich bei dem Unternehmen bewerben kann.
Danach ging es im Bus zur nächsten Station: Bode Chemie.

Beim Hersteller von Sterillium, dem weltweit meist verkauften Desinfektionsmittel für Hände,
gab es ebenfalls ein Begrüßungspaket. Hierin fanden sich ein Becher, ein Schlüsselbund
und – natürlich – Produkte des Unternehmens. In kompletter Schutzmontur – mit Haube,
Kittel, Schutzbrille und blauen Schutz-Schuhen beinahe steril sozusagen – folgte nach einem
Vortrag in kleinen Gruppen eine Führung durch Gebäude, Produktionshallen sowie Labor
von Bode Chemie. Auch hier konnten die Teilnehmer tolle Eindrücke sammeln. Die Tour
endete um 22.15 Uhr wieder am ZOB. Erschöpft waren wir alle. Aber es hat gefallen.
Industrie ist echt spannend. Wer hätte das gedacht.

Protokolliert von Ulrike Masztalerz

Na, das hört sich doch unbedingt wiederholenswert an. Prima Gelegenheit, vor der Job- oder Ausbildungsplatz-Suche bei einigen Industrieunternehmen gründlich hinter die Kulissen zu schauen.

 

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