Archive für die Kategorie 'Trends'

Dez
31
KOM
 

2011 neigt sich nun rapide dem Ende zu. Weihnachten hat euch bzw. Ihnen eine hoffentlich schöne und besinnliche Zeit gebracht, und wir alle schauen gespannt auf das, was uns 2012 bringen wird.

Der Mindestlohn für ZeitarbeitnehmerInnen ist beschlossene Sache – da beißt die Maus keinen Faden ab. Ab 01. Januar 2012 wird der Mindestlohn bei 7,89 €/Stunde (West) bzw. 7,01 €/Stunde (Ost) liegen. DAS IST GESETZ!!! Jeder Personaldienstleister, der dann weniger zahlt, macht sich strafbar und kann – pro Fall – mit einem Bußgeld von bis zu 2.500 € belegt werden.

Equal Pay – also gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit – ist (noch) nicht beschlossen und wird heftig diskutiert. Dabei gibt es viele Ideen, von “der ersten Sekunde” bis zu “ab dem 6. oder 12. Monat” oder noch länger. Ursula von der Leyen hat klargemacht, dass sich die Tarifpartner schleunigst einigen müssen – sonst kommt eine politische Lösung…

Das CGZP-Urteil – zur Tarifunfähigkeit – wird weiterhin die (Ex-)Amp-Anwender und den Arbeitgeberverband BAP (BZA + AMP) beschäftigen. Inwieweit Nachzahlung drohen, diese auf die Bilanzen zurückschlagen und wieviele Zeitarbeitsfirmen daran kaputtgehen, wird 2012 ebenfalls zeigen.

Ach ja – Thema Tarifverträge: Ich bin gespannt, ob die Einladung der IG Metall an die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit Wirkung zeigt und tatsächlich moderne Tarifverträge abgeschlossen werden – oder ob der Tarif plus der derzeit fortschrittlichste Tarifvertrag bleibt…

Und dann gibt es noch… die SCHEINwerkverträge. Man verstehe mich bitte nicht falsch! Ich bin nicht per se gegen Outsourcing oder Werk- und Dienstverträge, sondern gegen den Versuch, die geregelte Zeitarbeit zu unterlaufen, indem man einen angeblichen Werkvertrag mit seinem Kunden abschließt, nur um die Löhne drücken zu können. Wer es versucht, wird zukünftig mit dem Zoll viel “Spaß” haben!

Soooo – lange Rede, kurzer Sinn.

Ich wünsche euch, Ihnen, uns und mir für 2012

  • privates Glück,
  • beruflichen Erfolg,
  • dass man innerstädtisch auch mal 35 km/h fahren kann
  • und insgesamt viel Spaß!!!

In diesem Sinne – guten Rutsch und bis bald!

Oliver Repp

 
Aug
31
KOM
 

DerZeitarbeits-Check.de:
Herr Fuhrmann, im Oktober 2010 haben Sie uns von der Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit berichtet (zum Blogbeitrag). Was hat sich seitdem geändert?

Norbert Fuhrmann

Norbert Fuhrmann

Norbert Fuhrmann:
Die Branche stand damals bereits stark in der Kritik. Die Öffentlichkeit bekam mehr und mehr ein negatives Bild von der Zeitarbeit. Dem wollte ich etwas entgegensetzen, um zu zeigen, das es auch Firmen gibt, die fair, seriös und werteorientiert arbeiten. Daran hat sich nichts geändert. Das Qualitätssiegel soll Bewerbern und Kunden als Ergebnis einer unabhängigen Überprüfung Sicherheit bei der Arbeitsplatz- bzw. Dienstleisterauswahl bieten und liefert so automatisch positive Beispiele aus der Zeitarbeitsbranche.

DerZeitarbeits-Check.de:
Dass in der Branche fair gearbeitet wird, behaupten die Arbeitgeberverbände und natürlich viele Unternehmen.

Norbert Fuhrmann:
In den Werbeaussagen finden Sie die Worte Fairness und Seriosität häufig, was das aber im Einzelfall bedeutet und ob sich Mitarbeiter und Kunden darauf verlassen können, steht in den Sternen. Niemand wirbt damit, dass er unfair zu Mitarbeitern ist oder seine Kunden übers Ohr haut. Hier fehlte eine unabhängige Überprüfung, wie wir sie mit dem Qualitätssiegel Zeitarbeit bieten.

DerZeitarbeits-Check.de:

Überprüfungen gibt es doch schon länger. Nicht wenige Personaldienstleister haben ganze Kataloge, um das Prozess- und Qualitätsmanagement sicherzustellen. Oder denken Sie an ISO- und SCP- Zertifizierung.

Norbert Fuhrmann:
Es gibt hier einen großen Unterschied. ISO betrachtet die Qualität von Prozessen, SCP legt den Schwerpunkt auf die Arbeitssicherheit. Die Kriterien des Qualitätssiegels Zeitarbeit setzten an den Kritikpunkten der Öffentlichkeit an. Diesen geht es primär um die korrekte Bezahlung und Eingruppierung der Zeitarbeiter und darum sicherzustellen, dass der Personaldienstleister kein Hire-und-Fire betreibt. Insbesondere Zeitarbeitsunternehmen sollten gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Diese fängt nun mal bei den eigenen Mitarbeitern an.

DerZeitarbeits-Check.de:
Dieser letztgenannte Satz erinnert stark an den „Ehrbaren Kaufmann zu Hamburg“ (zum Leitbild).

Norbert Fuhrmann:
Diesen Vergleich kann man durchaus ziehen. Bei der Kriterienfindung für unsere Zertifizierung, in die übrigens neben Zeitarbeitsunternehmen auch Kundenbetriebe und Gewerkschaften involviert waren, haben wir uns an allgemeingültigen CSR-Maßstäben orientiert und diese für die Zeitarbeitsbranche neu definiert.

DerZeitarbeits-Check.de:
Sie möchten mit dem IQZ-Gütesiegel u. a. erreichen, dass sich Entleiher sicher sein können, mit einem tatsächlich ehrbaren Verleiher zu arbeiten. Funktioniert das nur bei bestimmten Tarifanwendern?

Norbert Fuhrmann:
Natürlich ist der Entleihbetrieb ein direkter Adressat. Er muss wissen, dass er bei der Auswahl seiner Personaldienstleister keine Risiken eingeht. Im Hinblick auf das Unternehmensimage und natürlich finanziell…

DerZeitarbeits-Check.de:
…und mit dieser Festlegung auf bestimmte Tarifpartner spalten Sie die Branche in good and evil, oder?

Norbert Fuhrmann:
Sie sprechen von den Anwendern der christlichen Tarifverträgen?

DerZeitarbeits-Check.de:
Nun ja, immerhin stehen Sie bei nicht wenigen Personaldienstleistern in dem Ruf, die AMP-Anwender zu ignorieren, wenn nicht sogar zu “mobben”.

Norbert Fuhrmann:
Dem Vorwurf kann ich nicht folgen. Im AÜG ist geregelt, dass grundsätzlich EqualPay/Equal Treatment für die Branche gilt, es sei denn es kommen rechtssichere Tarifverträge zur Anwendung. Bei einer ganzen Reihe von christlichen Gewerkschaften wurde in den vergangenen Jahren gerichtlich festgestellt, dass sie eben keine rechtssicheren Tarifverträge abschließen können, da sie nicht tariffähig sind.

Dass dieses Risiko auch für die CGZP besteht, habe ich seit September 2003 immer wieder öffentlich vorgetragen – wie im übrigen auch der Arbeitsrechtsexperte Prof. Schüren von der Uni Münster. Da wir in der Branche ein Dreiecksverhältnis haben, ist von diesem Risiko neben dem Personaldienstleister aufgrund der gesetzlich vorgesehenen Durchgriffshaftung auch der Entleiher betroffen.

DerZeitarbeits-Check.de:
Und da hilft das Qualitätssiegel?

Qualitaetssiegel

Norbert Fuhrmann:

Wie gesagt, handelt es sich bei dem Qualitätssiegel Zeitarbeit um ein Instrument, dass Kundenbetrieben Sicherheit geben soll und zu deren Risikominimierung beiträgt. Hier sehen wir uns eindeutig in der Verantwortung, die Kriterien der Zertifizierung so zu gestalten, dass sie inhaltlich belastbar sind. Wenn wir also seit Jahren auf ein Risiko hinweisen, dessen negative Folgen dann auch noch eintreten, wüsste ich nicht, was das mit Mobbing zu tun haben sollte.

Unternehmen, die in der Vergangenheit christliche Tarife angewendet haben, haben sich bewusst dafür entschieden. Aus welchen Beweggründen lasse ich mal dahingestellt. Nun müssen genau diese Unternehmen die Folgen Ihrer Entscheidung tragen.

DerZeitarbeits-Check.de:
Nachdem das BAG also Ihre Einschätzung bestätigt hat, haben viele CGZP – Anwender nun den Tarifvertrag gewechselt und wenden mittlerweile DGB-Tarife an. Sind Sie auch bereit einen (ehemaligen) AMP-Anwender zu zertifizieren?

Norbert Fuhrmann:
Generell gilt für uns, dass jeder Fehler machen kann. Nur muss man dafür auch – gegebenen falls öffentlich – die Verantwortung übernehmen und sie korrigieren.

Kurzum: AMP-Anwender, die ihre Vergangenheit nicht bereinigt, sprich berechtigte Ansprüche nicht gemeldet und bedient haben, werden von uns nicht zertifiziert. Ehemalige AMP-Anwender, die dagegen die Vorgaben unseres Kriterienkatalogs einhalten, können genauso wie jedes BZA- oder iGZ-Mitglied nach erfolgreichem Audit das Qualitätssiegel Zeitarbeit erhalten.

DerZeitarbeits-Check.de:
Ist das nur „theoretisch“ gemeint?

Norbert Fuhrmann:
Im Gegenteil, ich nenne Ihnen gerne ein konkretes Beispiel: Ein Personaldienstleiser aus Baden-Württemberg war bis 2006 AMP-Tarifanwender und wendet ab 2007 das DGB-Tarifwerk an. Die „christliche“ Vergangenheit mit allen damit verbundenen Nachforderungen wurde ordnungsgemäß aufgearbeitet und abgewickelt.

Wir haben diesen Umstand genauso sorgfältig geprüft wie den restlichen Kriterienkatalog und einem aus meiner Sicht vorbildlichen Unternehmen – die Löhne waren auch vor 5 Jahren schon auf einem sehr ordentlichen Niveau – gerne das Qualitätssiegel Zeitarbeit verliehen.

DerZeitarbeits-Check.de:
Darf man den Namen des Unternehmens erfahren?

Norbert Fuhrmann:
Es ist die Firma agento aus Ravensburg.

DerZeitarbeits-Check.de:
Ihre Nähe zum iGZ steht ebenfalls in weiten Kreisen der Branche zur Diskussion – wie erklären Sie diesen “Schmusekurs”?

Norbert Fuhrmann:
Ich kann nicht leugnen, dass ich eine Zeit lang als Verbandsmitglied im iGZ war und als Vorstand mit für die Gestaltung des iGZ-Tarifvertrag verantwortlich war. Wer aber meine öffentlichen Beiträge seit einiger Zeit aufmerksam liest, der stellt fest, dass ich auch den iGZ inzwischen „kritisch begleite“ – inbesondere im Zusammenhang mit der Tarifpolitik des Verbands und dessen Glaubwürdigkeit.

Glauben Sie mir, da mache ich mit Sicherheit keine Unterschiede im Vergleich zu anderen Verbänden oder Tarifpartnern.

DerZeitarbeits-Check.de:
Herr Fuhrmann, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 
Jul
07
KOM
 

Mit erneuertem Denken neue Wege gehen – das fordert Döhlemann. Training & Beratung nicht nur von seinen Kunden. Innovativ startet das Experten-Team für die Beratung von Personaldienstleistern um Christoph Döhlemann nun gleich an zwei neuen Standorten durch: In Zeegendorf in der Nähe von Bamberg hat jetzt das neue Seminarhaus Weitblick seine Pforten geöffnet. Das Büro Süddeutschland, unter der Leitung von Daniela Abendroth, zieht von Egmating nach München um.

In der heutigen Zeit ist die Welt oft hektisch und unpersönlich. Die Menschen sehnen sich nach mehr Ruhe – sowohl im Inneren als auch im Äußeren. Vor den Toren der fränkischen Schweiz ist mit dem Seminarhaus Weitblick nun ein Ort entstanden, der diesen hohen Ansprüchen der Geschäftswelt nach Ruhe und einem besonderen Ambiente gerecht wird. „Ursprungsgedanke war, für eine Gruppe von bis zu 15 Teilnehmern einen exklusiven Seminarort zu schaffen, der in verschiedenen Blickrichtungen etwas Besonderes bietet: Eine außergewöhnliche Lage, einen Ort der Ruhe, an dem Veränderung möglich ist und den die Gruppe für sich alleine nutzen kann, also keine Störfelder durch andere Seminargäste, Urlauber etc., eine Umgebung mit Wald und Wiesen, die dazu einlädt, auch außerhalb des Seminarraumes nach neuen Eindrücken und Ideen zu suchen und diese zu finden sowie ein durchdachtes visuelles, auditives und haptisches Konzept“, erklärt Christoph Döhlemann die grundlegende Idee.

Terrasse

SeminarraumBereits seit 20 Jahren ist er selbst als Trainer, Berater und Coach tätig und unterstützt Personaldienstleister dabei, ihre Organisation auszubauen, die Marktposition zu sichern und sich auf die Herausforderungen der Zukunft exzellent vorzubereiten. „In unserem neuen Seminarhaus Weitblick eröffnen wir Teilnehmern – abgeschieden vom täglichen Trubel – nicht nur örtlich vollkommen neue Räume. Durch neue Erlebnisse in einem inspirierenden Umfeld – innen wie außen – lernen Teilnehmer sich selbst viel schneller und besser kennen. Sie erfahren viel über den Umgang mit anderen Menschen und erleben Dinge, die ihnen auf Dauer gut tun und zu ihnen passen.“ Dazu entwickelt das Team von Döhlemann. Training & Beratung immer wieder spezielle Vorgehensweisen für die Branche und präsentiert regelmäßig neue Konzepte zu den zentralen Themen Persönlichkeit- und Unternehmens-Entwicklung, Vertriebserfolg sowie Personalmarketing. Diese werden in unterschiedlichsten Seminarreihen natürlich auch im Seminarhaus Weitblick angeboten. Darüber hinaus können die Räumlichkeiten aber ebenfalls extern für Seminare und Meetings angemietet werden.

Zur Verfügung stehen für bis zu 15 Personen im Haus mit 130 qm ein Seminar- und ein Gruppenraum sowie eine Essenslounge mit angrenzender Terrasse und ein insgesamt 4300 qm großes Grundstück u. a. mit Sitzgelegenheiten im Wald. Neben einem spektakulären Ausblick und der inspirierenden Raumgestaltung bietet das Seminarhaus ein professionelles Repertoire an Arbeitsmaterialien und Tagungstechnik, das nicht nur harmonisch in den Seminarraum integriert, sondern gleichermaßen praktisch ist. Dazu nochmals Christoph Döhlemann: „Die freistehende Waldrandlage ermöglicht es jederzeit, die Fenster im Seminarraum zu öffnen, ohne die Konzentration durch Verkehrslärm oder andere Besucher zu stören.“ Von der Auswahl des Caterings, über die Raumdüfte bis hin zu einem passenden Rahmenprogramm setzt das Team des Seminarhauses Weitblick individuelle Kundenwünsche um und integriert diese harmonisch in den Seminarablauf.

Waldgrundstück

Bereits 2009 fiel die Entscheidung, neben Bamberg eine Niederlassung in Süddeutschland zu gründen. Daniela Abendroth, langjährige Prokuristin im Team von Döhlemann Training & Beratung, hat seitdem gut Erfahrungen damit gemacht: „Die örtliche Nähe zu zahlreichen großen Unternehmen im Süddeutschen Raum bietet enorme Vorteile. Wir sind  hier einfach näher bei unseren Kunden und ergänzen die bewusst abgelegene Lage des Seminarhaus Weitblick durch die zentrale Lage unseres Büros in München.“ Weitere Infos unter www.doehlemann.de sowie www.seminarhaus-weitblick.de

Kontaktdaten des Seminarhauses und in München:

Döhlemann. Training & Beratung
Christoph Döhlemann
Seminarhaus Weitblick
Am Tannenberg 16
96129 Zeegendorf
Telefon +49 (0)951 29726-0
Telefax +49 (0)951 29726-26
doehlemann@doehlemann.de

Döhlemann. Training & Beratung
Daniela Abendroth
Landwehrstrasse 61
80336 München
Telefon +49 (0)89 411123312
Telefax +49 (0)951 29726-26
abendroth@doehlemann.de

 
Nov
01
KOM
 

Als „Personaler“ ist es für mich immer wichtig zu wissen, wer welche Fähigkeiten, welche Fertigkeiten, welches Wissen und welche Erfahrung besitzt, um diese bei der Bewältigung der Aufgabenstellungen durch das Unternehmen bei Bedarf (also immer !) abrufen zu können.

Achim Grzonka

Schon Winston Churchill sagte: „Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig.“ Es geht also um Vielfalt, um sich gegenseitig ergänzendes Teamworking. Aber es geht auch um Transparenz und die Nutzung dessen, was viele Firmen oft teuer am Arbeitsmarkt eingekauft oder mit hohen Budgets qualifiziert haben. Und dies gilt gleichsam für die Personaldienstleistungsbranche.

Sind Qualifikationen und Kompetenzen der Mitarbeiter nicht gerade das, was die Qualität und das Image Ihres Unternehmens ausmachen?

Und entscheidet nicht gerade die Fähigkeit, dies abrufen zu können über den Auftrag und damit den Erfolg gegenüber Wettbewerbern?

Meine Zeit in der Personaldienstleistungsbranche zeigt, dass oftmals die Personaldisponenten das Wissen über die konkreten Fähigkeiten und Qualifikationen „ihrer“ Mitarbeiter entweder in den Aufzeichnungen in ihrer Schublade oder im Kopf haben. Wer kennt nicht die Frage über den Schreibtisch: „Kennst Du nicht einen Mitarbeiter, der die Qualifikation zum …/das Zertifikat … hat? – Ich hab‘ gerade eine konkrete Kundenanfrage.“

Trotz Email und Intranet ist dieser Austausch zwischen Kollegen oft die einzige Informationsquelle über die grundsätzlichen oder spezielleren Fertigkeiten der Mitarbeiter. Das ist zwar auch wichtig, aber darauf darf man sich nicht allein verlassen.

Dass es auch anders geht, zeigt folgendes Beispiel:

Mit einem Kunden haben wir seine Bedürfnisse an Fachkompetenzen und persönlicher Kompetenzen der Mitarbeiter erarbeitet und strukturiert. Diese Struktur haben wir anschließend in einer vorhandenen CRM-Lösung, in diesem Fall dem „business manager“ abgebildet und somit der Organisation zur Verfügung gestellt. Jeder Mitarbeiter kann jetzt selbst – das ist eine kundenindividuelle Besonderheit – anhand vorgegebener und vom Kunden erweiterbarer Felder sein Profil erstellen und dieses sofort für die Firma transparent und nutzbar machen. Die Datenpflege können natürlich auch andere, dafür vorgesehenen Mitarbeiter in der Administration oder in der Personaldisposition übernehmen.

Die Vorteile dieser Vorgehensweise liegen auf der Hand. Das Wissen über die Kompetenzen Ihrer MitarbeiterInnen steht den Entscheidern sofort, dauerhaft, aktuell und personenunabhängig unternehmensweit zur Verfügung. Die Merkmale sind voll auswertbar. Zusätzlich ist auch das Erstellen von Soll-Profilen möglich, um notwendige Handlungsbedarfe zur Qualifizierung bzw. Personalbeschaffung, frühzeitig zu erkennen.

Die Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter sind die Schätze Ihres Unternehmens. Schauen Sie in Ihre Schatzkisten und handeln Sie. Gerne stehe ich für ein vertiefendes Gespräch zur Verfügung.

Ich wünsche eine spannende und vor allem erfolgreiche Schatzsuche.

Achim Grzonka

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AG HumanConsult

Email:     achim.grzonka@ag-humanconsult.de

Internet: www.ag-humanconsult.de

 
Okt
25
KOM
 

iqz

Die 2008 gegründete Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit – I.Q.Z. – hat sich zum Ziel gesetzt, eine objektive Überprüfung der Arbeits- und Entlohnungsbedingungen deutscher Personaldienstleister sicherzustellen. Dies soll durch die Errichtung einer unabhängigen Instanz zur Qualitätssicherung in der Zeitarbeit sichergestellt werden.

Das im Anschluss an eine unabhängige Prüfung verliehene “Qualitätssiegel Zeitarbeit” weist Personaldienstleister aus, die für eine faire und qualitätsorientierte Zeitarbeit stehen. Alle Unternehmen, die mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet werden, verpflichten sich zur lückenlosen Einhaltungen der Maßgaben dieses Katalogs und werden weiteren regelmäßigen Überprüfungen unterzogen.

Im Gespräch mit DerZeitarbeits-Check.de ist Herr Norbert Fuhrmann, Geschäftsführer der in Stuttgart angesiedelten Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit – I.Q.Z.

Continue reading I.Q.Z. Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit

 
Aug
11
KOM
 

Es ging wie ein Lauffeuer durch die Medien: Marcus Schulz, Chef des  Personaldienstleisters USG People Germany, sprach in einem Interview mit der WirtschaftsWoche (Nr. 32 I 9.8.2010) über den Ruf der Zeitarbeits-Branche und über Tricks im Tagesgeschäft. Bernd Rath, Inhaber der BERA PERSONALdienstleistungen GmbH sekundierte im Artikel „Es geht auch anders“ (S. 37 ff.).

Das Gesagte wurde in der Branche stark unterschiedlich bewertet. Während die einen durchaus zustimmten, lehnten andere die Aussagen schlichtweg ab. Doch was genau haben Bernd Rath und Marcus Schulz gesagt, das so manchem die Zornesröte ins Gesicht steigen ließ?

Marcus Schulz prangerte den nicht korrekten Umgang mit Zeitarbeitnehmern, wie z. B. die vorsätzlich falsche Eingruppierung an. Diese hat zur Folge, dass Zeitarbeitnehmer weniger Stundenlohn erhalten, als sie eigentlich verdienen müssten.

Auch würden systematisch Tricks mit Krankenstand und Urlaubsansprüchen angewendet, um „einsatzfreie Zeiten zu unterlaufen, die die Unternehmen eigentlich bezahlen müssten, oder um geringfügig Beschäftigte länger einzusetzen als erlaubt“.

Bernd Rath sagte es kurz und knapp: „Es wird in vielen Unternehmen systematisch beschissen“.

Die Frage nach der Anzahl von Schwarzen Schafen in der Branche konnte Marcus Schulz jedoch nicht beantworten: „Es geht eben nicht nur um schwarze Schafe, sondern um Grautöne und Grauzonen, die in einigen Zeitarbeitsunternehmen im Alltagsgeschäft noch gang und gäbe sind.“

Beide blieben relativ vage, Zahlen wurden nicht genannt. Warum?

Die Antwort ist eigentlich sehr einfach: weil selbst der Geschäftsführer eines sehr großen Personaldienstleisters genaue Zahlen nicht kennen kann!

Mit mehr als 16.000 Unternehmen/Niederlassungen ist die Branche derart umfangreich, dass eine Einzelperson – naturgemäß – nur einen kleinen Ausschnitt erlebt haben kann. Das gilt für die Arbeitgeberseite ebenso wie für Arbeitnehmer – selbst wenn sie bereits in mehreren Zeitarbeitsfirmen tätig waren.

Eine sinnvolle Option, die Erfahrungen Einzelner zusammenzutragen und daraus einen möglichst umfassenden Überblick zu gestatten, bietet DerZeitarbeits-Check.de. Hier können viele Aspekte der Zeitarbeitsbranche – positive und negative – zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden.

Was ist nun die Quintessenz des Interviews mit Marcus Schulz?

Er weist darauf hin, dass es an der Branche und den einzelnen Unternehmen liege, den Missbrauch einzudämmen und die Tricks zu unterbinden. Hier sind die jeweils Verantwortlichen gefragt: Niederlassungs- und Regionalleiter, Revisionsverantwortliche, Geschäftsführer und Vorstände. Die Zeitarbeit habe „nicht nur Korrekturbedarf in der Kommunikation, sondern auch in der Art, wie manche arbeiten“, so Schulz.

Um nun nicht alles schlecht zu reden, sollte auch gesagt werden, dass es viele Personaldienstleister gibt, die nicht tricksen. Deren Verantwortliche haben verstanden, dass ihre Zeitarbeitnehmer nicht nur Mittel zum Zweck, sondern DIE Grundlage ihres Unternehmens sind. Ohne sie kann Zeitarbeit nicht funktionieren.

Allerdings sind auch die durchweg seriösen Zeitarbeitsfirmen oftmals nicht bekannt – doch genauso wie Schwarz und Grautöne gehört auch Weiß zu einem vollständigen Gesamtbild.

 
Nov
20
KOM
 

glaskugelEin wenig vereinfacht die Überschrift unzulässig. Natürlich ist es nicht grundsätzlich so, dass Männer optimistisch und Frauen pessimistisch sind.

Aber in der aktuellen Umfrage von Randstad, dem Randstad Arbeitsbarometer, schauen die befragten Männer tatsächlich zuversichtlicher in die Zukunft als die Frauen.

Berufebilder.de befragte Petra Timm, Sprecherin von Randstad Deutschland:

“Vergleicht man die Einschätzungen von Frauen und Männern fällt auf: Deutschlands Arbeitnehmerinnen blicken deutlich pessimistischer in die Zukunft als ihre männlichen Kollegen”, so Petra Timm. Während 40 Prozent der befragten Frauen damit rechnen, dass die Krise sich verschlimmert und die Arbeitsmenge abnehmen wird, glauben dies nur 29 Prozent der männlichen Arbeitnehmer. 37 Prozent der Arbeitnehmerinnen prognostizieren, dass die Krise zwar andauert, Umsatz und Arbeitsmenge aber gleichbleiben. Diese optimistische Sicht teilen 48 Prozent der männlichen Kollegen.

Jetzt frage ich mich: Sind die Frauen insgesamt realistischer oder tatsächlich skeptischer als die Herren der Schöpfung? Interessant wäre auch, ob die weiblichen Befragten die Zukunft negativer einschätzen, weil es in Zeiten der Krise und insgesamt für sie schwieriger ist als für Männer, einen Job zu finden. Dann könnte es sein, dass sie die negative Prognose vor allem aus ihrer persönlichen Sicht einschätzen, nicht allgemein.

Außerdem ergab sich bei der Befragung, dass die Zukunftseinschätzung umso positiver ist, je höher der Bildungsabschluss der Befragten ist.
Genaue Zahlen finden Sie ebenfalls in dem oben schon verlinkten Artikel bei Berufebilder.de.

Das wiederum finde ich naheliegend. In guten wie in schlechten wirtschaftlichen Zeiten werden gut ausgebildete Mitarbeiter gesucht, für weniger Qualifizierte ist es zu jeder Zeit schwierig, einen Job zu finden. Und natürlich ist die Jobsuche in Zeiten einer Krise – noch dazu für Zeitarbeiter – für niedrig Qualifizierte besonders hart.

Foto: Maren Beßler, pixelio

 
Sep
26
KOM
 

aufwaertsImmer mehr Stimmen sind zu hören, die voraussagen, dass die Zeitarbeit nach der Wirtschaftskrise kräftig boomen wird.

Zum Beispiel titelt der Altmühl-Bote: Firmen erwarten Leiharbeits-Boom nach der Krise

Besonders der Bereich der Zeitarbeiter mit geringen Qualifikationen funktioniert diesem Artikel gemäß wie ein Seismograph für die allgemeine Wirtschaftslage: Während einer Krise werden vor allem diese Helfer als erste entlassen. Geht es aufwärts mit der Wirtschaft, werden gering Qualifizierte vermehrt beschäftigt.

Hartmut Lüerßen von der Unternehmensberatung Lünendonk aus Kaufbeuren wird im Artikel des Altmühl-Boten zitiert:

Diese Entwicklung, dass sich die Nachfrage im Helferbereich fast sprunghaft nach oben und unten entwickeln kann, stellt die Zeitarbeitsunternehmen vor große Herausforderungen… Zukünftig dürfte die Fähigkeit, die Organisation schnell aufzubauen und auch reduzieren zu können (…) zu einem weiteren entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden.

Ja, ich denke, da hat Lüerßen Recht. Die Zeiten werden tatsächlich immer schneller, die Anforderungen an die Flexibilität in jeder Beziehung damit höher.

Foto: Stephanie Hofschlaeger, pixelio