Archive für die Kategorie 'Mindestlohn'

Jul
29
KOM
 

Perrsonalagentur »Fair & Findig« befürwortet den Equal Pay-Grundsatz

»Fair & Findig«

Mit der Gründung der Personalagentur möchte das Team der »Fair & Findig« GmbH sein eigenes Unternehmenskonzept verwirklichen. Das Trio, Silvia Hillebrand sowie die Schwestern Evelyn und Incila Dogan, verfügt zusammen über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Zeitarbeit.

Es werden Fachkräfte aus dem kaufmännischen, medizinisch- und gewerblichen Bereich vermittelt und überlassen. Fachkräfte, die als Zeitarbeitnehmer bei Kunden diverser Branchen eingesetzt werden, zeichnen sich durch fundiertes Know-how, Veränderungsbereitschaft sowie ein hohes Maß an Flexibilität aus.

Bei »Fair & Findig« spielen Wertschätzung und Respekt eine elementare Rolle. Vor diesem Hintergrund ist das Team Befürworter des Equal Pay-Grundsatzes, nach dem Zeitarbeitnehmer bei einer vergleichbaren Qualifikation dieselbe Vergütung wie Neueinsteiger in der Direkteinstellung erhalten.

»Wir vertreten den Standpunkt, dass Menschen gerecht entlohnt werden und im sozialen Umfeld der Kundenunternehmen gänzlich integriert werden müssen. Unsere Mitarbeiter haben das Recht, sich bei der Arbeit genauso zu Hause zu fühlen und anerkannt zu werden wie ihre Kollegen aus der Stammbelegschaft «, sagt »Fair & Findig«-Geschäftsführerin Silvia Hillebrand. »Wir wollen den Weg für Equal Pay ebnen und gehen mit unseren Kunden in den Dialog. Nur wenn der Kunde und das Zeitarbeitsunternehmen gemeinsam dieses Ziel verfolgen, sind die Voraussetzungen dafür geschaffen.«

Durch die Optimierung des eigenen Geschäftsablaufs, das heißt die Lohn- und Finanzbuchhaltung im eigenen Haus und ein flexibel einsetzbares internes Team, fließt diese Kosteneinsparung bei der Firma »Fair & Findig« direkt als Zulage zu dem im iGZ-Tarifvertrag festgelegten Stundenlohn.

Selbstverständlich ist »Fair & Findig« bereit, den Kunden, die Wert auf die Gleichbehandlung ihrer Mitarbeiter legen, ihre Preiskalkulation transparent offen zu legen. Diese Preiskalkulation wird dem Stundenlohn des Mitarbeiters fair angepasst.

Als weiteren Arbeitsbereich bietet »Fair & Findig« einen Lohn- und Gehaltsabrechnungs- Service für kleine und mittelgroße Betriebe an.

Das Team der »Fair & Findig« GmbH

Das Team der »Fair & Findig« GmbH: Silvia Hillebrand (Mitte) sowie Evelyn und Incila Dogan

 
Mai
24
KOM
 

Nun ist er also beschlossene Sache – der Mindestlohn in der Pflege. Vor wenigen Tagen hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verkünden lassen, dass mehr als 600.000 Mitarbeiter in Altenpflegeheimen und mobilen Pflegediensten einen Mindeststundenlohn von 8,50 Euro in West- und 7,50 Euro in Ostdeutschland erhalten sollen.

“Ich freue mich sehr, dass der Mindestlohn jetzt zügig umgesetzt werden kann. Für eine gute Pflege, die wir uns alle wünschen, brauchen wir qualifiziertes Fachpersonal, das angemessen entlohnt werden muss”, sagte die Bundesarbeitsministerin.

Stellt sich die Frage, ob dies auch ein Modell für die Zeitarbeitsbranche sein kann. Seit Jahren schon fordern zwei der drei Arbeitgeberverbände – der BZA (Bundesverband Zeitarbeit und Personal-Dienstleistungen e. V.) und der iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V.) – gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund die Einführung von Mindestlöhnen in der Zeitarbeit.

Besonders in Hinblick auf die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 01.05. 2011, bei der auch Bürger aus Ländern wie Polen, Tschechien oder Ungarn unbegrenzt in Deutschland tätig werden können, fürchten BZA, iGZ und DGB weitere Runden im ruinösen Wettbewerb um den geringsten Verrechnungssatz.

Ein für allgemein verbindlich erklärter Mindestlohn soll – so die Hoffnungen – das Preisdumping im Vornherein stoppen.

Die Politik jedoch macht eine Entscheidung pro Mindestlohn derzeit von verschiedenen Forderungen abhängig, die zunächst von der Zeitarbeitsbranche erfüllt werden müssen.

Eine dieser Forderungen ist die Einigung der drei Arbeitgeberverbände auf nur noch einen statt der aktuell drei Tarifverträge.

Neben den bereits erwähnten Arbeitgeberverbänden BZA und iGZ hat der dritte, der AMP (Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e. V.), einen Tarifvertrag mit den so genannten Christlichen Gewerkschaften abgeschlossen.

Derzeit sehen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Zeitarbeit mit drei Tarifverträgen mit neun unterschiedlichen Entgeltgruppen jeweils für West- und Ostdeutschland konfrontiert. Das sind allein 54 Stundenlohnoptionen… Dazu kommen verschiedene tarifvertragsgebundene Ausführungen zu Arbeitszeitkonten, Zuschlägen etc.

Vielleicht ist es nicht verkehrt, einen Mindestlohn für die 750.000 Beschäftigten der Zeitarbeitsbranche zu fordern – doch stellt sich dann die Frage, auf welcher Grundlage und in welcher Höhe dieser Mindeststundenlohn liegen soll.

Auf jeden Fall hat die Branche vorher eine Menge zu erledigen, um allein das Tarifwirrwarr zu lichten und insgesamt transparenter zu werden.

 
Feb
24
KOM
 

ampel_gruenNa bitte, und es bewegt sich doch. Zum Positiven.

Zwei weitere Branchen bekommen einen Mindestlohn zugesprochen:

Die Gebäudereiniger und die die Dachdecker dürfen sich freuen:

Der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und FDP gab grünes Licht für die Umsetzung der von Arbeitgeber und Gewerkschaften im Tarifausschuss einstimmig beschlossenen neuen, höheren Lohnuntergrenzen. Die alten Tarifverträge waren ausgelaufen.

Mit diesem Beschluss des Koalitionsausschusses hielt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Wort. Sie hatte zwei Wochen zuvor versprochen, zügig die Abstimmung zwischen den Ressorts abzuschließen.

In Zahlen bedeutet der Beschluss:

Lohnuntergrenze für die Gebäudereiniger: 6,83 Euro in den neuen Bundesländern, 8,40 Euro in den neuen. Der Tarifvertrag gilt bis Ende 2011.

Lohnuntergrenze für die Dachdecker: 10,60 Euro Deutschlandweit einheitlich. Der Tarifvertrag gilt bis Ende 2013.

In den Tarifverträgen ist eine stufenweise weitere Anhebung der Mindestlöhne vorgesehen.

Quelle: Haufe.de Foto: Rike, pixelio

 
Jan
26
KOM
 

euroNa, solch eine Überschrift einer Pressemitteilung liest man doch gern:
Ein guter Tag für die Zeitarbeit: BZA und DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit einigen sich auf Entgelterhöhungen in der Zeitarbeit

‘Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) und die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben sich heute auf neue Entgelte in der Zeitarbeit geeinigt und damit eine intensive Verhandlungsrunde erfolgreich zum Abschluss gebracht. Die neue Entgeltstruktur und die übrigen Tarifregelungen treten am 1. Mai 2010 in Kraft und gelten bis zum 30. April 2012.

BZA-Tarifverhandlungsführer Thomas Bäumer zum Verhandlungsabschluss:

Unser Tarifvertrag vermittelt Arbeitgebern wie Arbeitnehmern Sicherheit und trägt zur Beruhigung des in jüngster Vergangenheit sehr turbulenten Tarifgeschehens in der Zeitarbeit bei. Er hat Vorreiter-Funktion für die gesamte Branche. Wir empfehlen deshalb allen Unternehmen in der Zeitarbeit, sich daran zu orientieren.

Der Abschluss sieht eine schrittweise Erhöhung der Entgelte aller Entgeltgruppen um zweimal 2,5 Prozent vor. Zudem ist eine Einmalzahlung in Höhe von 80,00 Euro vereinbart.’

Na, und diesen Part der Pressemitteilung hatten wir hier ja gerade beim letzten Blogeintrag:

‘Die Tarifparteien kritisieren gemeinsam die von Schlecker praktizierte Form der konzerninternen Arbeitnehmerüberlassung scharf. ‘

Und dazu gibt’s hier demnächst mehr:

‘Dieser Fall und die im Mai 2011 eintretende volle Arbeitnehmerfreizügigkeit sollten den Gesetzgeber jetzt endlich dazu veranlassen, einen allgemeinverbindlichen Branchenmindestlohn über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz einzuführen, so die Tarifverhandlungspartner übereinstimmend.’

Foto: Bernd Wachtmeister, pixelio

 
Jan
05
KOM
 

schneckeWenn auch langsam. Zu langsam nach Meinung vor allem der Gewerkschaften.

Aber immerhin:

Seit dem 1.1.2010 – Ihnen allen übrigens bei der Gelegenheit ganz herzlich ein frohes Neues Jahr! –
gilt ein neuer Mindestlohn für die Abfallwirtschaft. Der iGZ führt aus:

Der Mindestlohntarifvertrag enthält einen bundeseinheitlichen Mindeststundenlohn von 8,02 Euro ohne Lohngruppendifferenzierung.

Insgesamt zählen rund 160.000 Beschäftigte zur Entsorgungsbranche; von der neuen Mindestlohn-Verordnung profitieren schätzungsweise etwa 20.000 Arbeitskräfte in der Abfallwirtschaft.

Ok, das ist ein Anfang. Aber für viele andere Branchen und auch für die Zeitarbeit zieht es sich hin in Sachen Mindestlohn.

Zwar hat sie Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung die Einführung weiterer branchenspezifischer Mindestlöhne in Aussicht gestellt.

Aber – so weiter bei mindestlohn.de:

Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), bemängelte indessen die schleppende Bearbeitung bereits vorliegender Mindestlohn-Tarifverträge, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gemeinsam beschlossen worden seien. Der im Oktober vereinbarte Mindestlohn-Tarifvertrag im Gebäudereinigerhandwerk liege „seit einigen Wochen ebenso der Arbeitsministerin vor wie der Mindestlohn-Tarifvertrag des Dachdeckerhandwerks“, erklärte Wiesehügel gegenüber der Nachichtenagentur ddp. Der Gewerkschaftschef fügte hinzu: „Wir sind gespannt, aber auch langsam entsetzt, dass die Entscheidungen so lange dauern.“

Also, hoffen wir mal, dass die Poltiker sich jetzt alle in ihren neuen Sesseln zurechtgeruckelt, die Festtagsbraten verdaut und frische Kraft über die Feiertage getankt haben, damit’s auch hier zügig vorangeht.

Foto: Frank Hollenbach, pixelio