Archive für die Kategorie 'Fallbeispiel'

Sep
08
KOM
 

Der auf Logistik spezialisierte Personaldienstleister A&L Nord GmbH & Co. KG und Partner der Initiative „Faire Zeitarbeit“ hat vor Kurzem nicht nur neue Standorte in Magdeburg und Chemnitz eröffnet – A&L wächst auch in Hamburg weiter.

A&L Nord

Wie auf der Homepage von A&L Nord beschrieben, gehört das Unternehmen „…zu den führenden Zeitarbeitsunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg. Tiefe Kenntnis der Kundenanforderungen, ständige Weiterentwicklung und Weiterbildung sowie langjährige Erfahrung im Bereich personeller Dienstleistungen sind Basis unseres Erfolgs. Wir haben uns auf den Verleih von gewerblichen Arbeitskräften spezialisiert, bedienen aber gleichzeitig auch den Bereich Facharbeiter sowie kaufmännisches Personal.“

Nachdem A&L Nord nun neue Logistikdienstleistungs-Standorte in Magdeburg und Chemnitz eröffnet hat, sucht Geschäftsführer Sven Lohner weitere Unterstützung in Hamburg bzw. in Norderstedt.

„Es ist gar nicht so leicht, den oder die richtigen VertriebsdisponentIn zu finden“, so Sven Lohner.

„Er oder sie sollte auf jeden Fall erste Erfahrungen in der Arbeitnehmerüberlassung gesammelt haben und gute Kenntnisse in der Zeitarbeit vorweisen können. Führungserfahrung kann auch nicht verkehrt sein – es kann immer sein, dass derjenige auch Führungsaufgaben übernehmen wird. Niederlassungsleiter gibt es bei uns zwar nicht, denn wir sind von der Unternehmensstruktur her sehr flach aufgebaut. Eigentlich gibt es nur zwei Ebenen: alle A&L-Mitarbeiter, egal ob im Kundeneinsatz oder in den Büros unserer Standorte und als Führung des Ganzen meinen Stellvertreter Herrn Penner und mich als Geschäftsführer.“

Dieses Selbstverständnis findet auch Ausdruck in der Erklärung „Gemeinsam für faire Zeitarbeit“ des Portals DerZeitarbeits-Check.de, die Sven Lohner ohne mit der Wimper zu zucken unterzeichnet hat.

„Natürlich arbeiten wir nach den Rahmenbedingungen der Erklärung. Etwas anderes kann ich mir bei A&L auch nicht vorstellen. Allein bei A&L Norderstedt haben wir 17 gute bis sehr gute Mitarbeiterreferenzen bekommen, das bestätigt uns in unserer Arbeit. Ich bin absolut sicher, dass die neuen Standorte dem Norderstedter Beispiel bald folgen werden.“

Zur Stellenbeschreibung: VertriebsdisponentIn

 
Nov
01
KOM
 

Als „Personaler“ ist es für mich immer wichtig zu wissen, wer welche Fähigkeiten, welche Fertigkeiten, welches Wissen und welche Erfahrung besitzt, um diese bei der Bewältigung der Aufgabenstellungen durch das Unternehmen bei Bedarf (also immer !) abrufen zu können.

Achim Grzonka

Schon Winston Churchill sagte: „Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig.“ Es geht also um Vielfalt, um sich gegenseitig ergänzendes Teamworking. Aber es geht auch um Transparenz und die Nutzung dessen, was viele Firmen oft teuer am Arbeitsmarkt eingekauft oder mit hohen Budgets qualifiziert haben. Und dies gilt gleichsam für die Personaldienstleistungsbranche.

Sind Qualifikationen und Kompetenzen der Mitarbeiter nicht gerade das, was die Qualität und das Image Ihres Unternehmens ausmachen?

Und entscheidet nicht gerade die Fähigkeit, dies abrufen zu können über den Auftrag und damit den Erfolg gegenüber Wettbewerbern?

Meine Zeit in der Personaldienstleistungsbranche zeigt, dass oftmals die Personaldisponenten das Wissen über die konkreten Fähigkeiten und Qualifikationen „ihrer“ Mitarbeiter entweder in den Aufzeichnungen in ihrer Schublade oder im Kopf haben. Wer kennt nicht die Frage über den Schreibtisch: „Kennst Du nicht einen Mitarbeiter, der die Qualifikation zum …/das Zertifikat … hat? – Ich hab‘ gerade eine konkrete Kundenanfrage.“

Trotz Email und Intranet ist dieser Austausch zwischen Kollegen oft die einzige Informationsquelle über die grundsätzlichen oder spezielleren Fertigkeiten der Mitarbeiter. Das ist zwar auch wichtig, aber darauf darf man sich nicht allein verlassen.

Dass es auch anders geht, zeigt folgendes Beispiel:

Mit einem Kunden haben wir seine Bedürfnisse an Fachkompetenzen und persönlicher Kompetenzen der Mitarbeiter erarbeitet und strukturiert. Diese Struktur haben wir anschließend in einer vorhandenen CRM-Lösung, in diesem Fall dem „business manager“ abgebildet und somit der Organisation zur Verfügung gestellt. Jeder Mitarbeiter kann jetzt selbst – das ist eine kundenindividuelle Besonderheit – anhand vorgegebener und vom Kunden erweiterbarer Felder sein Profil erstellen und dieses sofort für die Firma transparent und nutzbar machen. Die Datenpflege können natürlich auch andere, dafür vorgesehenen Mitarbeiter in der Administration oder in der Personaldisposition übernehmen.

Die Vorteile dieser Vorgehensweise liegen auf der Hand. Das Wissen über die Kompetenzen Ihrer MitarbeiterInnen steht den Entscheidern sofort, dauerhaft, aktuell und personenunabhängig unternehmensweit zur Verfügung. Die Merkmale sind voll auswertbar. Zusätzlich ist auch das Erstellen von Soll-Profilen möglich, um notwendige Handlungsbedarfe zur Qualifizierung bzw. Personalbeschaffung, frühzeitig zu erkennen.

Die Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter sind die Schätze Ihres Unternehmens. Schauen Sie in Ihre Schatzkisten und handeln Sie. Gerne stehe ich für ein vertiefendes Gespräch zur Verfügung.

Ich wünsche eine spannende und vor allem erfolgreiche Schatzsuche.

Achim Grzonka

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AG HumanConsult

Email:     achim.grzonka@ag-humanconsult.de

Internet: www.ag-humanconsult.de

 
Sep
28
KOM
 

MORSON_GROUP_GmbH

Die MORSON GROUP ist bereits einer der größten Personaldienstleister sowie Hauptzulieferer für AIRBUS, EADS Astrium und Thales in England. Nun hat sie auch erfolgreich nach Deutschland expandiert und unterstützt die deutschlandweite Initiative „Gemeinsam für faire Zeitarbeit“ des Bewertungsportals DerZeitarbeits-Check.de.

Mit rund 11.000 Mitarbeitern ist die MORSON GROUP eine der am schnellsten  wachsenden Unternehmen  Englands.  Ihre hervorragende Reputation hat sie sich über das Ingenieurwesen, den kaufmännischen Bereich und die Hoch- und Tiefbau Branche erarbeitet. Dies sollen künftig aber nicht die einzigen Felder sein. So wird derzeit auch geprüft, inwieweit der Pflege- und Gesundheitsbereich bedient werden kann.

Dass dieser Zusammenarbeit kein Sprachdefizit im Wege steht, garantiert die MORSON GROUP GmbH.„Wir werden selbstverständlich nur Fachkräfte mit soliden Deutschkenntnissen vermitteln, damit sich die Pflegepatienten und unsere Kunden wohl fühlen.“ so Hugo Götze.

Für Kundenunternehmen ist besonders die Tatsache interessant, dass MORSON auf ein unglaubliches Potential von hochqualifizierten Facharbeitern aus England zurückgreifen kann. Während diese Fachkräfte in Deutschland knapp sind, kann Hugo Götze, Geschäftsführer der MORSON GROUP GmbH in Hamburg Finkenwerder, ermöglichen was sich viele alteingesessene Ingenieur- und Personaldienstleister wünschen würden: „Wir können Konstrukteure, Fertigungsplaner, Festigkeitsanalytiker, Mechatroniker, Mechaniker, Elektroniker,  examinierte und unexaminierte Mitarbeiter aus der Gesundheits- und Krankenpflege u.v.m. per Zeitarbeit überlassen oder in Werkvertragsprojekte vermitteln.“.

Wer für die MORSON GROUP GmbH arbeitet, kann sich gut aufgehoben fühlen. Im Jahr 2009 wurde MORSON GROUP von „Recruitment International“ als bester Arbeitgeber Englands (unter allen Unternehmen mit einem höheren Umsatz als 75 Millionen GBP) ausgezeichnet.

Diesen Anspruch hat auch die MORSON GROUP GmbH in Deutschland. Geschäftsführer Hugo Götze  weiß, was er will: „Ich möchte für unsere Kunden und meine Mitarbeiter der erste Ansprechpartner und Problemlöser sein! Für uns geht es nicht um höhere Gewinnmargen, sondern um zufriedene Mitarbeiter. Mein Ziel ist es, den schlechten Ruf der Zeitarbeitsfirmen ins Positive umzukehren, indem die Mitarbeiter fair behandelt und besser bezahlt werden.“ Diesen Anspruch unterstreicht Götze mit der Unterzeichnung – und damit Selbstverpflichtung – der Ethikerklärung „Gemeinsam für faire Zeitarbeit“ des Bewertungs- und Infoportals DerZeitarbeits-Check.de. Damit gehört die Morson Group GmbH zu den wenigen, außerordentlichen  Personaldienstleistern, denen das Zeichen „transparent & fair“ verliehen wurde.

DerZeitarbeits-Check.de - Bewertungs- und Infoportal für Zeitarbeit uvm.

„Ich freue mich ganz besonders, mit Herrn Götze und der MORSON GROUP einen weiteren absolut professionellen und fairen Arbeitgeber bei DerZeitarbeits-Check.de begrüßen zu können“, so Oliver Repp, Geschäftsführer des Online-Portals. „Die MORSON GROUP hat in England einen ganz besonders guten Ruf. Daher bin ich mir absolut sicher, dass Herr Götze und sein Team die hohen Ansprüche auch hier in Deutschland umsetzen werden.“

Arbeitnehmer und Bewerber aber auch Unternehmen können die MORSON GROUP GmbH wie folgt kontaktieren:

MORSON GROUP GmbH

Hugo Götze (Geschäftsführer)

Hein-Sass-Stieg 4

21129 Hamburg

T: +49 (0)40 319 747 68 1

F: +49 (0)40 319 747 68 9

E: hugo.goetze@morson.com

www.morson.com

 
Aug
11
KOM
 

Es ging wie ein Lauffeuer durch die Medien: Marcus Schulz, Chef des  Personaldienstleisters USG People Germany, sprach in einem Interview mit der WirtschaftsWoche (Nr. 32 I 9.8.2010) über den Ruf der Zeitarbeits-Branche und über Tricks im Tagesgeschäft. Bernd Rath, Inhaber der BERA PERSONALdienstleistungen GmbH sekundierte im Artikel „Es geht auch anders“ (S. 37 ff.).

Das Gesagte wurde in der Branche stark unterschiedlich bewertet. Während die einen durchaus zustimmten, lehnten andere die Aussagen schlichtweg ab. Doch was genau haben Bernd Rath und Marcus Schulz gesagt, das so manchem die Zornesröte ins Gesicht steigen ließ?

Marcus Schulz prangerte den nicht korrekten Umgang mit Zeitarbeitnehmern, wie z. B. die vorsätzlich falsche Eingruppierung an. Diese hat zur Folge, dass Zeitarbeitnehmer weniger Stundenlohn erhalten, als sie eigentlich verdienen müssten.

Auch würden systematisch Tricks mit Krankenstand und Urlaubsansprüchen angewendet, um „einsatzfreie Zeiten zu unterlaufen, die die Unternehmen eigentlich bezahlen müssten, oder um geringfügig Beschäftigte länger einzusetzen als erlaubt“.

Bernd Rath sagte es kurz und knapp: „Es wird in vielen Unternehmen systematisch beschissen“.

Die Frage nach der Anzahl von Schwarzen Schafen in der Branche konnte Marcus Schulz jedoch nicht beantworten: „Es geht eben nicht nur um schwarze Schafe, sondern um Grautöne und Grauzonen, die in einigen Zeitarbeitsunternehmen im Alltagsgeschäft noch gang und gäbe sind.“

Beide blieben relativ vage, Zahlen wurden nicht genannt. Warum?

Die Antwort ist eigentlich sehr einfach: weil selbst der Geschäftsführer eines sehr großen Personaldienstleisters genaue Zahlen nicht kennen kann!

Mit mehr als 16.000 Unternehmen/Niederlassungen ist die Branche derart umfangreich, dass eine Einzelperson – naturgemäß – nur einen kleinen Ausschnitt erlebt haben kann. Das gilt für die Arbeitgeberseite ebenso wie für Arbeitnehmer – selbst wenn sie bereits in mehreren Zeitarbeitsfirmen tätig waren.

Eine sinnvolle Option, die Erfahrungen Einzelner zusammenzutragen und daraus einen möglichst umfassenden Überblick zu gestatten, bietet DerZeitarbeits-Check.de. Hier können viele Aspekte der Zeitarbeitsbranche – positive und negative – zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden.

Was ist nun die Quintessenz des Interviews mit Marcus Schulz?

Er weist darauf hin, dass es an der Branche und den einzelnen Unternehmen liege, den Missbrauch einzudämmen und die Tricks zu unterbinden. Hier sind die jeweils Verantwortlichen gefragt: Niederlassungs- und Regionalleiter, Revisionsverantwortliche, Geschäftsführer und Vorstände. Die Zeitarbeit habe „nicht nur Korrekturbedarf in der Kommunikation, sondern auch in der Art, wie manche arbeiten“, so Schulz.

Um nun nicht alles schlecht zu reden, sollte auch gesagt werden, dass es viele Personaldienstleister gibt, die nicht tricksen. Deren Verantwortliche haben verstanden, dass ihre Zeitarbeitnehmer nicht nur Mittel zum Zweck, sondern DIE Grundlage ihres Unternehmens sind. Ohne sie kann Zeitarbeit nicht funktionieren.

Allerdings sind auch die durchweg seriösen Zeitarbeitsfirmen oftmals nicht bekannt – doch genauso wie Schwarz und Grautöne gehört auch Weiß zu einem vollständigen Gesamtbild.

 
Jul
29
KOM
 

Perrsonalagentur »Fair & Findig« befürwortet den Equal Pay-Grundsatz

»Fair & Findig«

Mit der Gründung der Personalagentur möchte das Team der »Fair & Findig« GmbH sein eigenes Unternehmenskonzept verwirklichen. Das Trio, Silvia Hillebrand sowie die Schwestern Evelyn und Incila Dogan, verfügt zusammen über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Zeitarbeit.

Es werden Fachkräfte aus dem kaufmännischen, medizinisch- und gewerblichen Bereich vermittelt und überlassen. Fachkräfte, die als Zeitarbeitnehmer bei Kunden diverser Branchen eingesetzt werden, zeichnen sich durch fundiertes Know-how, Veränderungsbereitschaft sowie ein hohes Maß an Flexibilität aus.

Bei »Fair & Findig« spielen Wertschätzung und Respekt eine elementare Rolle. Vor diesem Hintergrund ist das Team Befürworter des Equal Pay-Grundsatzes, nach dem Zeitarbeitnehmer bei einer vergleichbaren Qualifikation dieselbe Vergütung wie Neueinsteiger in der Direkteinstellung erhalten.

»Wir vertreten den Standpunkt, dass Menschen gerecht entlohnt werden und im sozialen Umfeld der Kundenunternehmen gänzlich integriert werden müssen. Unsere Mitarbeiter haben das Recht, sich bei der Arbeit genauso zu Hause zu fühlen und anerkannt zu werden wie ihre Kollegen aus der Stammbelegschaft «, sagt »Fair & Findig«-Geschäftsführerin Silvia Hillebrand. »Wir wollen den Weg für Equal Pay ebnen und gehen mit unseren Kunden in den Dialog. Nur wenn der Kunde und das Zeitarbeitsunternehmen gemeinsam dieses Ziel verfolgen, sind die Voraussetzungen dafür geschaffen.«

Durch die Optimierung des eigenen Geschäftsablaufs, das heißt die Lohn- und Finanzbuchhaltung im eigenen Haus und ein flexibel einsetzbares internes Team, fließt diese Kosteneinsparung bei der Firma »Fair & Findig« direkt als Zulage zu dem im iGZ-Tarifvertrag festgelegten Stundenlohn.

Selbstverständlich ist »Fair & Findig« bereit, den Kunden, die Wert auf die Gleichbehandlung ihrer Mitarbeiter legen, ihre Preiskalkulation transparent offen zu legen. Diese Preiskalkulation wird dem Stundenlohn des Mitarbeiters fair angepasst.

Als weiteren Arbeitsbereich bietet »Fair & Findig« einen Lohn- und Gehaltsabrechnungs- Service für kleine und mittelgroße Betriebe an.

Das Team der »Fair & Findig« GmbH

Das Team der »Fair & Findig« GmbH: Silvia Hillebrand (Mitte) sowie Evelyn und Incila Dogan

 
Jun
10
KOM
 

Erfurt – Das Bundesarbeitsgericht Erfurt hat heute das lange erwartete Urteil im so genannten “Emmely-Fall” gesprochen. Weil eine Kassiererin der Tengelmann-Supermarktkette Kaiser´s zwei Pfandbons mit einem Gesamtwert von 1,30 Euro unterschlagen hatte, wurde sie von ihrem Arbeitgeber fristlos gekündigt.

Nach zwei verlorenen Prozessen bekam die Arbeitnehmerin heute in Erfurt Recht. Die Arbeitnehmerseite sprach bisher von vorgeschobenen Gründen, da der Arbeitgeber der gewerkschaftliche Aktivität der Kassiererin ein Ende bereiten wolle.

Die Richter verwiesen in der Urteilsbegründung darauf, dass die Kassiererin seit bereits mehr als 30 Jahren – bis auf diesen Vorfall – unbescholten ihrer Arbeit nachging. Ein wie von der Arbeitgeberseite beklagter Vertrauensverlust könne aufgrund der geringen Höhe des aufgelaufenen Schadens und der langjährigen Mitarbeit nicht angenommen werden.

Allerdings wiesen die Richter darauf hin, dass eine fristlose Kündigung grundsätzlich durch einen geringen Schaden gerechtfertigt sein könne.

Dieses Urteil bedeutet also keinen Freischein für Arbeitnehmer, sich straflos Kleinigkeiten des betrieblichen Inventars aneignen zu können. Auch kann hier nicht von einem Grundsatzurteil oder einer Abstrafung der oft bemängelten Bagatellkündigungen gesprochen werden.

Vielmehr sollte das Urteil als Appell an den gesunden Menschenverstand gelesen werden.

Für Barbara E. – wie “Emmely” wirklich heißt – bedeutet das Urteil, dass die Kündigung aus dem Jahre 2008 ungültig ist. Sie ist also noch immer Mitarbeiterin bei Kaiser´s…

 
Dez
12
KOM
 

Sie erinnern sich vielleicht: Im September gab’s hier schon einen Artikel über die neuen Schlecker XL-Märkte.

Das Thema ist ja nach wie vor im Zentrum der Aufmerksamkeit. Zu Recht. Das findet jetzt auch Arbeitsminister Karl-Josef Laumann wie im Artikel Minister unterstützt Protestaktion in den Westfälischen Nachtichten zu lesen ist:

… wirft Laumann dem Drogerie-Riesen “systematische Tarifflucht” vor. “Statt des mit Verdi ausgehandelten Firmentarifvertrages, der sich am Branchentarifvertrag des Einzelhandels in NRW orientiert, werden über Zeitarbeitsverträge Löhne von rund 6,50 Euro gezahlt. Ich nenne das systematische Tarifflucht, die das soziale Gefüge in Schieflage bringt”, so der Minister.

Und kürzlich gab es einen Flashmob bei Schlecker XL in Bremen:

Ich hoffe ja wirklich, dass Schlecker umdenkt und seine Lohnpolitik verändert.

 
Sep
24
KOM
 

wahnfriedIrgendwie hat mich der Artikel in den Nordhessennews über die Firma Wahnfried Druck in Kalden sehr angesprochen:

Das nordhessische Druck-Unternehmen knabbert zwar auch ein wenig an den Folgen der Wirtschaftskreise, scheint aber insgesamt recht solide aufgestellt zu sein.

Es gibt etwa 200 Mitarbeiter und einen anscheinend recht aktiven Betriebsrat. Übrigens sind etwa 10 Prozent der Belegschaft Azubis. Dieses Unternehmen engagiert sich also wirklich in Sachen Ausbildung.

In Spitzenzeiten werden auch Leiharbeiter eingesetzt, aber mir hat gut gefallen, wie das Unternehmen zu Leiharbeit zu stehen scheint. Betriebsratsvorsitzender Frank Siegel sagte laut Nordhessennews dazu:

„Zwar könne man in Spitzenzeiten auch nicht auf den Einsatz von Leiharbeitnehmern verzichten, dies dürfe jedoch immer nur eine vorübergehende Lösung sein, betont Frank Siegel. “Wen wir dauerhaft brauchen, den stellen wir auch ein”, so Siegel.

Und Bundestagsabgeordneter Michael Roth, der den Betrieb besuchte, bekräftigt:

“Es kann nicht sein, dass Kollegen zusammen an der Werkbank stehen und der eine nach Tarif ordentlich bezahlt wird, während der andere für einen viel geringeren Lohn ebensoviel leistet.” Es müsse gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort gelten, so Roth.

Ach, noch läuft übrigens bis zum 30.09.2009 die Bewerbungsfrist für Interessenten an einer Lehrstelle bei Wahnfried-Druck.

Wer also an einer Ausbildung in diesen Berufen

  • Industriekaufmann/- frau
  • Offsetdrucker/-in
  • Verpackungsmittelmechaniker/-in
  • Mediengestalter/-in

interessiert ist, sollte mal einen Blick auf die Seite Stellenangebote werfen.

 
Sep
18
KOM
 

Hm, ich denke, ich brauche mich eigentlich nicht groß verbal zu ereifern. Ich liste Ihnen einfach ein paar Fakten zum neuen “Geschäftsmodell” von Schlecker, dann können Sie sich selbst ein Bild machen.

Die Vorgeschichte: Die Kette des Unternehmers Anton Schlecker hatte bisher etwa 30.000 kleine Drogerie-Filialen in Deutschland. Die recht eng und mit kleinerem Warensortiment ausgestattet waren als die der Mitbewerber “Rossmann” oder “DM”. Also wird es jetzt größere Filialen geben, die Schlecker-XL-Märkte. Soweit, so gut.

Für diese XL-Märkte gründete Schlecker eigens eine Tochtergesellschaft: die Schlecker XL GmbH. Die übrigens in demselben Haus residiert wie der Mutterkonzern.

Laut der Gewerkschaft ver.di werden für die Eröffnung eines neuen XL-Marktes durchschnittlich drei bis vier der bisherigen AS-Filialen geschlossen. Die Mitarbeiter werden – entlassen. “Übernommen” werden müssen sie ja nicht, die XL-Märkte gehören ja einer anderen Gesellschaft als die bisherigen AS-Filialen. Übrigens eröffnen viele der neuen XL-Märkte in den Räumen der bisherigen AS-Filialen, aber das nur am Rande.

Schlecker sucht nun neue Mitarbeiterinnen für die neuen Märkte. Zu “etwas” anderen Arbeitsbedingungen als die der bisherigen Mitarbeiter. Der Stern zählt auf:

Niedriglöhne statt Tarifzahlung: Die neuen Schlecker XL-Mitarbeiterinnen erhalten nur rund die Hälfte des Brutto-Gehalts der langjährigen AS-Schlecker-Mitarbeiterinnen, also statt 12,67 Euro nur noch ab 6,61 Euro,

Weihnachts- und Urlaubsgeld wurden gestrichen,

und statt 30 bezahlten Urlaubstagen, haben die neuen Mitarbeiterinnen nur 24 bezahlte Urlaubstage.

Außerdem gründete Schelcker von eine weitere Tochtergesellschaft, die Meniar Personal GmbH in Zwickau – eine Zeitarbeitfirma.

Mona Frias Rodriguez, Schlecker-Betriebsratsvorsitzende, sagt dazu auf der Pressekonferenz im Berliner Karl-Liebknecht-Haus:

Damit ging es los mit der Tarifflucht. Die Leute dort verdienen ca. 6,50 € die Stunde. Dann wurde die nächste Tochtergesellschaft gegründet, die Meniar Arbeiternehmerüberlassung. Die Meniar hat einen Tarifvertrag mit den christlichen Gewerkschaften, rühmen sich natürlich, Tarifgehalt bei 6,78 € die Stunde zu zahlen. Eine Filialleiterin hat dann 7,11 €. Vollzeit ist Fehlanzeige. Es wird überwiegend Teilzeit eingestellt. Diese prekären Beschäftigungen, die hochflexibel einzusetzenden Leute – Schlecker wünscht ja die hochflexible Einsetzbarkeit, Telefonanruf, sie möchten bitte dort oder dorthin kommen -, die sachgrundlosen Befristungen, jetzt noch die Leiharbeit und, was für uns ein großes Problem ist, die Einerbesetzung in den Verkaufsstellen. So sind die Kolleg/inn/en vor Überfällen in ihren Verkaufsstellen einfach nicht sicher.

Vielleicht ist dieser Punkt neben allen anderen Ungeheurlichkeiten nicht so wichtig, aber: Ein solches Verfahren rückt auch mal wieder die Zeitarbeit in ein denkbar schlechtes Licht. Bewerten können Sie auch diese Zeitarbeitfirma natürlich auf dem Portal DerZeitarbeits-Check.de

Was die Folgen von Schleckers Geschäftsgebarens angeht, sei noch einmal Der Stern zitiert:

Die Gewerkschaft Verdi geht davon aus, dass mehr als 1000 Mitarbeiter von einer Kündigung betroffen sind, darunter vor allem Frauen. Für viele von ihnen geht es um ihre Existenz.

Welche Folgen kann das für die Branche haben?
Sollte sich Schlecker XL mit seinen Lohnsenkungen durchsetzen, bekommt das womöglich auch die ganze Drogeriemarkt-Branche zu spüren: Andere Unternehmen könnten dann gezwungen sein, ihre Arbeitsbedingungen ebenfalls zu verschlechtern.

Stefan Sell, Professor für Volkswirtschaftslehre bringt eigentlich alles auf den Punkt (im zweiten Teil des K1-Magazins, den Sie unten sehen können und unbedingt sehen sollten): “Ja, man hat hier wirklich ganz tief in die Trickkiste gegriffen.”

Hier ist ein Beitrag in zwei Parts aus dem K1-Magazin, das das “neue Geschäftsmodell” von Schlecker sehr gut beschreibt und kommentiert. Machen Sie sich also selbst ein Bild.

Hier sind weitere Links zum Thema:
Stern.de: Neues Geschäftmodell: Kleine Löhne bei Schlecker-XL

WDR: 6,50 € die Stunde oder arbeitslos

Wikipedia: Stichwort Schlecker

 
Aug
15
KOM
 

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So kann’s gehen: Die V.I.P.s bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin werden ausschließlich von Zeitarbeitern bekocht:

Mit neun Köchen und 2 Küchenchefs steht das hannoversche Unternehmen K.v.S.-Zeitarbeit im V.I.P.-Bereich bereit, um Gäste und Sportler kulinarisch zu verwöhnen.

kochUnd nicht zum ersten Mal sind Köche aus Hannover bei einem solchen Mega-Sportevent hinter den Kulissen dabei. Schon bei der Fußball-WM 2006, der EM 2008 in der Schweiz und in den Fußballarenen in Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin haben Mitarbeiter von K.v.S-Zeitarbeit aus Hannover gearbeitet. Das Unternehmen ist auf Zeitarbeit in der Gastronomie spezialisiert. Seine über 200 Mitarbeiter arbeiten hauptsächlich bundesweit in Top-Hotels wie dem Adlon, dem Grand Hotel Esplanade oder bei Arabella Sheraton.

Manchmal kann Zeitarbeit auch ziemlich cool sein.

Quelle: Leichtathletik – WM in Berlin: Hannöversche Köche verwöhnen die VIP`s
Foto: Kladu, pixelio