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Apr
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KOM
 

Wer denkt, dass nur körperlich hart arbeitende Menschen, wie Handwerker und Leistungssportler unter den unangenehmen Rücken- und Nackenschmerzen leiden, der irrt. Der Schmerz sitzt im Büro – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Viele  Bürotätige klagen zunehmend über die unangenehmen Schmerzen.

In Zahlen sieht das folgendermaßen aus: 85% der Deutschen leiden mindestens einmal im Leben daran, 12% sogar chronisch oder regelmäßig. 80% der Schmerzen gehen auf untrainierte Tiefenmuskulatur zurück und 71,8% aller Bürotätigen klagen über verstärkte Rückenprobleme. Erschreckende Statistiken, wenn man bedenkt, dass jeder mit nur kleinen Veränderungen des Alltags etwas für seine Rückengesundheit tun kann!

Im Ratgeber „Gesunder Rücken“ von Westwing erfahren Sie, was sie am Arbeitsplatz tun können, um den unangenehmen Schmerzen vorzubeugen. Zusätzlich gibt es spannende Fakten zur Wirbelsäule und weitere Informationen rund um das Thema „Rückengesundheit“.

Schautafel Gesunder Rücken

Rückenfit am Arbeitsplatz
Ein stechender Schmerz bei einer falschen Bewegung oder ein kontinuierlicher Druck auf die Wirbelsäule – jeder kennt eine andere Art von Rückenschmerz. Bürotätige verbringen am Tag durchschnittlich 21,8 Stunden sitzend oder liegend. Kaum verwunderlich, dass viele dann von Rückenschmerzen heimgesucht werden. Denn letztlich führt unser moderner Lebensstil, der häufig im Sitzen stattfindet und einige Muskelpartien permanent verkrampfen lässt dazu, dass eine Dysbalance der Muskelbelastung stattfindet.
Zu wenig Ausgleich in Form von Sport zum Büro-Alltag sowie ein schlecht eingerichteter Arbeitsplatz sind dann letztlich der Grund für eine untrainierte Tiefenmuskulatur und damit Nacken- und Rückenschmerzen. Durch effektive Übungen, die Sie sogar ohne ins Schwitzen zu kommen am Arbeitsplatz ausführen können, und ein leichtes, wöchentliches Sportprogramm, können Sie den Beschwerden entgegenwirken!

Richten Sie Ihren Arbeitsplatz rückenkonform ein

Ideal wäre es natürlich, wenn jeder Arbeitgeber ganz individuell einstellbare, ergonomische Möbel zur Verfügung stellen würde, da 20% der sitzenden Arbeiter unvorteilhaftes Mobiliar benutzen müssen. In den meisten Fällen sind jedoch keine ergonomischen Möbel verfügbar, dann hilft es bereits Bürostuhl und Schreibtisch auf eine rückenkonforme Höhe einzustellen:

rueckenfit am arbeitsplatz
Ober- und Unterschenkel sollten einen 90 Grad Winkel zueinander bilden. Ebenso verhält es sich mit Ober- und Unterarm, die beim Aufliegen auf der Tischplatte einen 90 Grad Winkel bilden sollten. Der Monitor sollte zusätzlich in einem Mindestabstand von ca. 50 cm zu den Augen und möglichst etwas nach hinten geneigt platziert werden um eine aufrechte und rückenkonforme Haltung zu gewährleisten.

Bewegung ist nach wie vor das Maß aller Dinge
Gezielter Sport, also ein aktives Training einmal oder mehrmals die Woche in einem individuell angepassten Pensum, erreicht wesentlich mehr als Leistungssport und bietet dem Rückenschmerz kaum Angriffsfläche. Darüber hinaus wirkt der Ausgleich zu Stress und Arbeitsdruck den Rückenschmerzen entgegen.
Wer direkt aktiv durchstarten möchte sollte von Sportarten mit harten Stop-and-go-Bewegungen und Verdrehungen des Oberkörpers, wie Tennis, Fußball oder Handball, absehen. Diese belasten den überbeanspruchten Rücken zusätzlich und bieten den Schmerzen neue Angriffspunkte.

Ratsam ist es, auf rückenstärkende Sportartgen, wie Yoga, zügiges Spazierengehen, Pilates, Skilanglauf, Rudern oder Klettern, zu setzen, denn diese wirken sich positiv auf die Tiefenmuskulatur aus. Zusätzlich gibt es in vielen Fitness-Studios ein breites Angebot an Rückenkursen, die oft sogar von der Krankenkasse bezahlt werden.

Starten Sie mit den gezeigten Tipps am besten noch heute in ein aktiveres und fitteres Kapitel und geben Sie Rückenschmerzen keine Chance. Mit ein wenig Einsatz und Motivation ist im Handumdrehen ein großer Schritt in die richtige Richtung getan!