Apr
04
KOM
 

Die Branchenkampagne (initiiert durch den Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP)) wirbt vor der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg für freie Jobangebote in der Zeitarbeit.

Im März haben nicht nur die ersten warmen Tage für gute Laune gesorgt, erfreulich war auch die Lage am Arbeitsmarkt. Denn die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist weiterhin groß, jede dritte gemeldete Stelle kommt dabei aus der Zeitarbeit. Auch wegen des Fachkräftemangels in Deutschland bleibt ein Drittel davon unbesetzt, so dass die Kernbotschaft der Zeitarbeit lautet:

Es gibt 50.000 offene Stellen – quer über alle Branchen, vom Buchhalter bis zum Ingenieur.

Aus diesem Anlass hat die Branchenkampagne „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum.“ vor der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit einer Aktion auf die 50.000 offenen Stellen in der Branche aufmerksam gemacht. Die zu besetzenden Positionen für (Zeit-)Arbeitnehmer sind vollwertige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse – in der Regel unbefristet, in Vollzeit und zu 100 Prozent nach Tarif bezahlt.

Die_Zeitarbeit_Osteraktion

Mittlerweile ist Zeitarbeit zu einem wichtigen Instrument der Arbeitsmarktpolitik geworden: laut Infos des BAP kommen 65 Prozent der Zeitarbeitnehmer aus der Arbeitslosigkeit. Allein 2011 wurden rund 300.000 Zeitarbeitnehmer von Kundenunternehmen in die Stammbelegschaft überführt, also übernommen.

Trotz dieser massiven Übernahmewelle konnten die Zeitarbeitsunternehmen ihre Belegschaft nicht nur halten, sondern um rund 100.000 ausbauen.

Mehr Informationen, Zahlen und Statistiken sind zu finden unter www.einstieg-aufstieg-wachstum.de

Mehr als 35.000 freie Jobs bei Personaldienstleistern (in Zeitarbeit, Vermittlung, Interim Management uvm.) finden interessierte BewerberInnen auch auf dem www.Zeitarbeit-Job-Netzwerk.de.

Zeitarbeit-Job-Netzwerk

 
Jan
19
KOM
 

Gestern, am 18. Januar 2012 um 23:15, hat das ZDF über das Magazin ZDFzoom eine Reportage über Zeitarbeit / Leiharbeit in Deutschland ausgestrahlt. Tenor: Alle ZeitarbeitnehmerInnen / LeiharbeitnehmerInnen sind die großen Verlierer.

Zur Reportage ZDFzoom: : Jobmotor oder Ausbeutung?

Ob das in letzter Instanz stimmt, sei dahingestellt – sicher ist jedoch, dass viele ArbeitnehmerInnen im Hilfskräftesektor mit geringen Stundenlöhnen (7,89 West und 7,01 Ost) keine großen Sprünge machen können – insbesondere als Alleinverdiener und Elternteil – und dass die Fluktuation bei Hilfskräften recht hoch ist.

Inwieweit ist den Aussagen der zoom-Reportage jedoch darüber hinaus zu trauen?

Haben die Verantwortlichen einen guten Job gemacht oder sind sie wieder einmal der Sensationsgier verfallen und stellen die Schwarzen Schafe in den Vordergrund der Reportage?

Kurz und bündig: Es gab schon schlimmere, negativere und insbesondere einseitigere “Dokumentationen”.

Herr Christian Bock hat zumindest versucht, ein Positivbeispiel – die BERA PERSONALdienstleistungen GmbH – einfließen zu lassen. Dafür: Herzlichen Dank!

Es ist ja – Gott sei´s gedankt – so, dass es nicht nur Schwarze Schafe in der Branche gibt, sondern auch vorbildliche Unternehmen – und dazwischen eine Menge Grauschattierungen… Was ist aber mit den Aussagen, die sicherlich bei dem einen oder anderen (Arbeitnehmer / Bewerber) hängenbleiben? Dazu ein paar kurze Anmerkungen:

  • Herr Bock hat einen Test bei einer Zeitarbeitsfirma absolviert – in einem Einsatz. Man mag bezweifeln, ob die Gesamtmenge von n=1 tatsächlich die Realität widerspiegelt… Immerhin gibt es 9.000 Unternehmen plus 7.000 Niederlassungen am deutschen Markt.
  • “Als Zeitarbeiter kann es immer der letzte Tag sein” – so die Aussage. Stimmt, doch gute, professionelle Zeitarbeitgeber sorgen für Folgeeinsätze. Warum sollte man gute Mitarbeiter entlassen? Sie sind doch Umsatzbringer…!
  • Insofern mag der Spruch “…abgemeldet ist oft gekündigt!” ebenso kritisch hinterfragt werden. Gerade in der heutigen Zeit stapeln sich die Aufträge bei den Zeitarbeitsfirmen, die qualifizierte Mitarbeiter dringend benötigen.
  • Warum werden in dieser Reportage die Unternehmen verpixelt, warum werden Ross und Reiter nicht genannt? Angst vor der eigenen Courage? Merkwürdig, denn auf DerZeitarbeits-Check.de machen wir genau das!
  • Bitte – werft die Begrifflichkeiten nicht durcheinander! Probetage sind nicht gleich Probezeit!!!
  • Es wird eine Übernahmequote von 2,8 % erwähnt – hier schütteln mit Sicherheit diejenigen Personaldienstleister ungläubig den Kopf, die pro Quartal mehr als 25 % Übernahmen in den Kundenbetrieb haben.
  • Was ist dieser ominöse “Bundesverband Zeitarbeit”? Legen wir keinen Wert mehr auf korrekte Quellenangaben? Sind wir mittlerweile alle geguttenbergt? Also: Kommt das Datenmaterial vom BAP oder dem iGZ?
  • Dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) nichts gegen Schwarze Schafe machen kann – wie suggeriert wird – ist nicht ganz wahr. Sie stellt die Erlaubnisurkunde zur Arbeitnehmerüberlassung aus und kann sie ebenso wieder entziehen. Warum es jedoch selten genug geschieht, mag nur die BA beantworten.
  • Wenn ZeitarbeitnehmerInnen im Einsatz von den dort beschäftigten Stammmitarbeitern schlecht und wie Mitarbeiter 2. Klasse behandelt oder von Kundenbetrieben (Entleihern) nur als Verfügungsmasse und strategischer Personalkostensenker behandelt werden, dann geht der Vorwurf zuerst an die Kundenbetriebe!!! Macht euch mal Gedanken um euer Image…
  • ZeitarbeitnehmerInnen trauen sich nicht, über die Methoden der Zeitarbeitsfirmen zu sprechen? Doch – ebenfalls auf DerZeitarbeits-Check.de. Hätte man aber auch recherchieren können…
  • Und dann war er wieder da – der Spruch von der “modernen Skl…ei”. Hätte uns gewundert, wenn das gefehlt hätte. Zur Info: wikipedia.org/wiki/Sklaverei . Somit endet die Reportage exakt so, wie man vermuten konnte…

Es bleibt also summa summarum nicht viel Neues außer verdrehten Begrifflichkeiten, Unwahrheiten, nicht repräsentativen Stichproben und eine dringende Frage: wo sind unsere GEZ-Gebühren geblieben? Versteht uns nicht falsch – Zeitarbeit ist kein Ponyhof und erst recht keine Wellnessoase – es ein knallhartes Geschäft für jeden Beteiligten! Und die unseriösen Firmen gehören vom Markt verbannt!

Wenn jedoch journalistische Reportagen oder Dokus ausgestrahlt werden, haben die Zuschauer ein Recht auf Objektivität, Sachlichkeit und differenzierte Berichterstattung. Sonst kann man sich auch die “NEWS” auf RTL2 anschauen.

Unsere Meinung zu dieser Reportage können Sie auch nachlesen unter:

http://blog.zdf.de/zdfzoom/2012/01/12/finger-weg-von-zeitarbeit/#comment-603

 
Dez
31
KOM
 

2011 neigt sich nun rapide dem Ende zu. Weihnachten hat euch bzw. Ihnen eine hoffentlich schöne und besinnliche Zeit gebracht, und wir alle schauen gespannt auf das, was uns 2012 bringen wird.

Der Mindestlohn für ZeitarbeitnehmerInnen ist beschlossene Sache – da beißt die Maus keinen Faden ab. Ab 01. Januar 2012 wird der Mindestlohn bei 7,89 €/Stunde (West) bzw. 7,01 €/Stunde (Ost) liegen. DAS IST GESETZ!!! Jeder Personaldienstleister, der dann weniger zahlt, macht sich strafbar und kann – pro Fall – mit einem Bußgeld von bis zu 2.500 € belegt werden.

Equal Pay – also gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit – ist (noch) nicht beschlossen und wird heftig diskutiert. Dabei gibt es viele Ideen, von “der ersten Sekunde” bis zu “ab dem 6. oder 12. Monat” oder noch länger. Ursula von der Leyen hat klargemacht, dass sich die Tarifpartner schleunigst einigen müssen – sonst kommt eine politische Lösung…

Das CGZP-Urteil – zur Tarifunfähigkeit – wird weiterhin die (Ex-)Amp-Anwender und den Arbeitgeberverband BAP (BZA + AMP) beschäftigen. Inwieweit Nachzahlung drohen, diese auf die Bilanzen zurückschlagen und wieviele Zeitarbeitsfirmen daran kaputtgehen, wird 2012 ebenfalls zeigen.

Ach ja – Thema Tarifverträge: Ich bin gespannt, ob die Einladung der IG Metall an die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit Wirkung zeigt und tatsächlich moderne Tarifverträge abgeschlossen werden – oder ob der Tarif plus der derzeit fortschrittlichste Tarifvertrag bleibt…

Und dann gibt es noch… die SCHEINwerkverträge. Man verstehe mich bitte nicht falsch! Ich bin nicht per se gegen Outsourcing oder Werk- und Dienstverträge, sondern gegen den Versuch, die geregelte Zeitarbeit zu unterlaufen, indem man einen angeblichen Werkvertrag mit seinem Kunden abschließt, nur um die Löhne drücken zu können. Wer es versucht, wird zukünftig mit dem Zoll viel “Spaß” haben!

Soooo – lange Rede, kurzer Sinn.

Ich wünsche euch, Ihnen, uns und mir für 2012

  • privates Glück,
  • beruflichen Erfolg,
  • dass man innerstädtisch auch mal 35 km/h fahren kann
  • und insgesamt viel Spaß!!!

In diesem Sinne – guten Rutsch und bis bald!

Oliver Repp

 
Okt
26
KOM
 

Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, der Gesetzgeber und selbstverständlich die Branche selbst beschäftigen sich derzeit mit der Einführung von Equal-Pay-Modellen. Ob nun Equal-Pay oder Equal Pay-Stufenmodell, es wird eine Angleichung der Löhne von Stammbelegschaft und Beschäftigten der Personaldienstleister geben.

Entgegen mancher Befürchtungen ist der Schritt, die Lohnattraktivität in der Personaldienstleistung zu erhöhen, eine logische und richtige Konsequenz, um auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes zu reagieren.

Die aktuellen und zu erwartenden Arbeitsmarktzahlen und das zur Verfügung stehende Arbeitskräftepotenziale sowie die demografische Entwicklung werden alle Unternehmen (Personaldienstleister sowie auch andere Branchen) dazu bewegen, ihre Attraktivität auf Bewerber und Mitarbeiter stetig zu erhöhen, um dem Wettbewerb bezüglich qualifizierter Mitarbeiter zu bestehen.

Um die Arbeitsplätze in der Personaldienstleistung aufzuwerten und einen Wettbewerbsvorteil des eigenen Unternehmens zu generieren, ist es über einen tariflichen bzw. gesetzlichen Zeitpunkt der Einführung von Equal Pay ratsam, sich mit seinen Kunden frühzeitig auf geeignete Lösungen zu verständigen.

In jedem regionalen Markt wird – sobald die ersten Equal-Pay Vereinbarungen zwischen Personaldienstleistern und Kundenbetrieben vereinbart worden sind – ein intensiver Wettbewerb um gute, qualifizierte Mitarbeiter beginnen bzw. intensiviert werden. Und da Bewerber bzw. Mitarbeiter im Regelfall bei dem attraktivsten Arbeitgeber (u.a. Equal Pay) arbeiten wollen und sich deshalb schnell um eine Beschäftigung bei eben diesem bewerben werden, wird der Zeitpunkt der jeweiligen Einführung von Equal Pay eine gewichtige Rolle über den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens spielen.

Dieser oben beschriebene Prozess wird die Attraktivität und die Akzeptanz der Personaldienstleistung in der Bevölkerung erhöhen und voraussichtlich zusätzliche Bewerber und Interessenten für die Personaldienstleistung gewinnen.

Zum Autor dieses Beitrages:

Frauenknecht

Das Seminar und Beratungsunternehmen Stefan Frauenknecht Training & Beratung unterstützt Personaldienstleister z. B. mit dem Seminar „Projektmanagement Equal Pay – Gewinnung von Potenzialkunden zur Einführung von Equal Pay“, um alle Beteiligten für neue Konzepte zu gewinnen und von den anstehenden Entwicklungen zu profitieren.

Mehr zu den Seminaren von Stefan Frauenknecht Training & Beratung finden Sie unter
www.frauenknecht-training.de

 
Sep
27
KOM
 

Personaldienstleister und Zeitarbeitsfirmen müssen jeden Tag aufs Neue Aufgaben und Herausforderungen meistern – mit Mitarbeitern, Kunden, Bewerbern oder sich generell am Markt behaupten und von den jeweiligen Mitbewerbern abheben. Relativ einfach kann dies gelingen, wenn sie ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen erweitern, ihr Leistungs-Portfolio kontinuierlich ausbauen und sich perspektivisch enger mit ihren Kunden verzahnen.

Der neu gegründete „Insights Kompetenzzirkel Zeitarbeit“ soll Personaldienstleistern dabei ab sofort tatkräftige Unterstützung anbieten.

„Die Insights Potentialanalyse zeigt in einem umfangreichen textlichen und grafischen Report Stärken, Schwächen und Entwicklungspotentiale auf. Teilnehmer erkennen so ihre persönliche Ausgangsbasis sowie die Wirkung auf andere; eine ideale Basis für Personaldienstleister in den Bereichen Personalauswahl und -entwicklung, Teamzusammenstellung, Karriereplanung, Verkauf sowie Führungstraining.“ so Christoph Döhlemann, Geschäftsführer der Döhlemann Training & Beratung.

„Der Insights Kompetenzzirkel Zeitarbeit unterstützt bei Verkauf und Einsatz der neuen Leistungen durch halbjährliche Vertriebs- und Interpretationsmeetings. Angeboten wird ebenfalls Hilfe bei der Vorbereitung/Durchführung von Informationsveranstaltungen für Kunden. Neben besonderen Einkaufsvorteilen für Analysen, soll jährlich auch ein Award in den Kategorien „kreativste Idee“ sowie „beste Verkaufserfolge“ vergeben werden.“

Döhlemann Training & Beratung will es Personaldienstleistern möglich machen, mit fachlicher und menschlicher Unterstützung weitere entscheidende Schritte in Richtung Kompetenzgewinn zu machen. Ziel ist es u.a., den intern tätigen MitarbeiterInnen den Vertrieb zu erleichtern, Kunden und Bewerber gleichermaßen für das Unternehmen zu begeistern und dadurch langfristig mehr und sicheren Umsatz zu generieren. „Es geht schlicht und einfach darum, Leistungen besonders wertvoll zu machen“, beschreibt Christoph Döhlemann die Idee des Kompetenzzirkels.

„Jeder Personaldienstleister kann seine besonderen Fähigkeiten herausarbeiten und so für das Unternehmen einen Kompetenzvorsprung sichern.“ Neben dem Erfolg des einzelnen Unternehmens, steht auch das Image der Branche im Blickpunkt der Initiatoren.

Weitere Infos zu den Konditionen und Leistungen finden Interessenten unter www.doehlemann.de

 
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